Erstes Rezept, nicht nur für Selbstversorger – Veganer Hackepeter

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Was esst ihr Selbstversorger denn nun Veganes?

Momentan ist es noch so, dass nicht alles, was wir zu Mahlzeiten verarbeiten, aus dem eigenen Selbstversorger-Anbau stammt. Dazu gehören vor allem Gewürze (Salz, Pfeffer, exotische Kräuter) und Getreideprodukte (Reis, Mais). Irgendwann, wenn unsere Zeilen genug abwerfen, werden wir den Verbrauch von “Importen” hoffentlich soweit reduziert haben, dass der komplette Verzicht darauf nicht mehr weh tut.

Man könnte natürlich sofort eine radikale Umstellung durchziehen, aber das quittiert der Körper erfahrungsgemäß meist mit Beschwerden. Daher lassen wir uns Zeit und versuchen die fremdbeschafften Lebensmittel schrittweise zu reduzieren.

Unser erstes Rezept stammt eigentlich von einer anderen Webseite (Hallo Monya! ;) ) und wir haben es nun schon so oft in die Praxis umgesetzt, dass wir es hier zum Einstieg ins Bloggerleben einfach mal vorstellen möchten. Wir sind zwar sonst keine Fans von vegetarischen/veganen Lebensmitteln, die versuchen den Geschmack oder die äußere Erscheinung von Fleischprodukten zu imitieren, aber vielleicht bringt diese vegane Form von Zwiebelmett – oder eben auch Hackepeter – den einen oder anderen dazu, vom “echten” die Finger zu lassen.

Warum? Einmal weil es einfach genial schmeckt und nur aus pflanzlichen/gesunden Zutaten besteht und zum anderen, weil man durch Verzicht diese lebensverachtende Fleischindustrie nicht mehr unterstützt.

Nun zum Rezept, welches wir ein klein wenig vom Original abgewandelt haben. Ihr braucht:

  • 2 mittelgroße Zwiebeln
  • 300-400ml Wasser
  • 1/2 Teelöffel Pfeffer
  • 1 Teelöffel (Meer-)Salz
  • 1 Teelöffel Paprika (süß oder pikant, je nach Belieben)
  • 1 Tasse Tomatenmark/Ketchup oder besser 2-3 frische  Tomaten, dafür 100ml weniger Wasser verwenden
  • 100g Reiswaffeln (Kann auch Reis-Mais-Hirse-Waffel o.ä. sein)
  • 2-3 Esslöffel Speiseöl
  • und für die ganz Harten: 1-2 Knoblauchzehen

Zuerst die Reiswaffeln in eine Schüssel zerbröseln, die Gewürze dazugeben, alles trocken durchmischen. Die Zwiebeln schälen, vierteln und fein schneiden.

Wir haben uns, damit die Stückchen besonders fein werden und es keine Tränen gibt, schon vor einer Weile einen kleinen Zwiebelschneider mit Kurbel zugelegt. Macht sich gut, wenn man mal mehr als eine Zwiebel kleinbekommen will. Selbst 10 Stück hat man in wenigen Sekunden durch. Ich persönlich bekomme Zwiebeln leider auch nie fein genug mit dem Messer hin und muss mir dann Kritik von Madam gefallen lassen, wenn zu große “Brocken” von der Zwiebel im veganen Menü landen… ;)

Die Zwiebelraspeln untermischen, Wasser und Tomatenzutat folgen. Alles kräftig mit einem Esslöffel verrühren. Normalerweise ist es nicht nötig, nochmal mit den Händen nachzukneten, aber wem es Spaß macht…

Wer nicht auf Kalorien achten muss, der kann nun noch das Öl beigeben. Hat den Vorteil, dass der vegane Hackepeter im Kühlschrank nicht austrocknet und weiterhin “rutscht” es besser. Schmiert man sich das Pseudo-Zwiebelmett als Aufstrich aufs Brot, kann man also auch ohne weiteres auf Butter/Margarine verzichten. Frisches Brot vorausgesetzt, klar.

Knoblauch ist bei unserem Rezept ein Muss. Hier im Wald stört es keinen und gesund ist er sowieso. Also kleinschneiden oder durch den Zwiebelschredder jagen, untermischen. Er bringt ein wenig mehr Schärfe und definitiv ein komplexeres Geschmackserlebnis mit sich.

Den veganen Hackepeter sollte man nun eine Weile ziehen lassen. Zum einen, damit die Gewürze sich gleichmäßig verteilen können und zum anderen, dass der teils penetrante Geruch/Geschmack der Reiswaffel verfliegt. Also am besten früh ansetzen, damit das vegane Zwiebelmett zum Abendbrot genussfertig ist.

Keine Angst, wenn man mal zuviel davon hergestellt hat, das Zeug hält sich! Im Gegensatz zum echten Hackepeter, welcher nunmal aus zerhackten Körperteilen von toten Tieren gemacht wird, gibt es hier keine rasende Verwesung. Da wird also nichts grün innerhalb der nächsten Tage. Selbst im Sommer hält sich der vegane Hackepeter mindestens eine Woche. Lässt man das Öl weg, sogar länger, da er dann einfach nur austrocknet. Etwas Wasser drauf; Instant-Hackepeter mit vollem Veggie-Aroma!!

Selbstversorger – vegan! Blogstart

selbstversorger vegan wir

Ein neues Selbstversorger-Projekt bloggt

Hallo ihr Lieben, heute nun startet unser kleines Selbstversorger-Tagebuch. Keine Ahnung, wo der Wind uns hinweht. Wir hoffen einfach, dass unsere Zeilen lesenswert sind und andere ermutigen, auch den großen Schritt zur Unabhängigkeit zu wagen.

Vorneweg, wir sind auch noch auf dem Weg, noch ein ganzes Stück davon entfernt, unabhängig zu sein von Geld, Strom, Wasser und diversen naschbaren “Suchtmitteln”, die wir Jahrzehnte achtlos konsumiert haben. Aber wir haben angefangen, sind ein Stück vorangekommen und auf unserem kleinen Grundstück mittlerweile das 5. Jahr am Werk. Es sind Strukturen in der Landschaft entstanden, die wir aus sauerem, verwilderten Waldboden herausgearbeitet haben. Wir haben am Ende des Jahres bereits immer einen kleinen Erntebestand und jede Menge Eingewecktes. Bislang reicht es noch nicht ganz über den Winter bzw. bis zur nächsten Fruchtperiode. Aber wir haben auch längst noch nicht alle Flächen erschlossen.

selbstversorger vegan kartoffelbeet

Ja, wir haben leider kein ebenes Stück saftigen Ackers unter unseren Füßen, sondern ein regelrechtes Waldstück, dazu noch in Hanglage. Mittlerweile teils terassiert. Das hat Vor- und Nachteile.

Zum einen ist es etwas abgelegen, keine Straße führt daran vorbei. Nur ein Pfad, der uns höchstens 1-2 Wanderer oder Einheimische pro Tag beschert. Das macht es idyllisch; mit einer beengenden 3-Zimmerwohnung in der Platte ist es einfach nicht zu vergleichen. Zum anderen muss unheimlich viel Arbeit und Kraft in das Erschließen der Flächen gesteckt werden, wegen der Hanglage wird es immer Flächen geben, die gar nicht genutzt werden können, da sie einfach zu steil sind. Weiterhin liegt man immer in einem “Kessel” aus Bäumen, die um das Grundstück ragen. Man kann sich vorstellen, dass ein Waldgarten dadurch mehr Schatten erfährt, als uns Selbstversorgern lieb ist.

selbstversorger vegan hanglage

Und dennoch, im Vergleich zu der Umgebung, in der die meisten Zivilisationsgeschädigten hausen müssen, ist unser Fleckchen ein regelrechtes Paradies. Wenn auch noch voller Stolpersteine.

Wie wir die aus dem Weg räumen, das könnt ihr hier mitlesen. Viel Spaß dabei und gebt uns Feedback (am besten gleich mit der Kommentarfunktion unter dem Posting). Auch Tips sind natürlich gefragt. Schreibt uns! :)